Die Andere

Rotkäppchen hätte sich nie vorstellen können, dass Wolf sie wegen einer Anderen verlassen würde. Niemals hörte sie auf die Ratschläge, die ihre Großmutter ihr in Liebesdingen gab. So sagte Wolf eines Morgens zu ihr: „Rotkäppchen, ich möchte mich von Dir trennen. Es erregt mich nicht mehr, dir im Wald nachzustellen; ich habe keine Lust mehr, mich als Großmutter zu verkleiden, damit du mir den Unsinn sagst, den du immer sagst, dass ich so große Ohren hätte und messerscharfe Zähne, und ich, wie ein Idiot antworte, dass ich sie habe, um dich besser zu hören, zu riechen und zu sehen. Nein, Rotkäppchen, für uns gibt es keine Zukunft."

Verstört durch dieses Geständnis, lief Rotkäppchen los, so weit sie konnte und dachte darüber nach, welche Frau das Herz ihres Geliebten erobert hätte. „Sie ist es, sie muss es sein,” wiederholte das Mädchen, während sie verzweifelt das Haus der Alten suchte. „Großmutter”, rief sie schließlich, den Blick auf die Gestalt gerichtet, die im Bett lag, „Wie konntest du mir das antun? Du, die Freundin, der ich am meisten vertraute.” „Es tut mir leid,” sagte die Andere, „ich hätte nie gedacht, dass ich in meinem Alter schwanger werden würde, erst recht nicht von jemandem, der so dumm und fantasielos ist. Wie auch immer, er ist ein verantwortungsvoller Wolf, der keine Minute zögerte, mir die Heirat anzubieten, als er die Nachricht erhielt. Es tut mir leid, Rotkäppchen, du wirst dir einen anderen suchen müssen. Er ist schließlich nicht der einzige Wolf auf der Welt, oder?"

La otra

Caperucita nunca imaginó que El Lobo la dejaría por otra.
Nunca hizo caso de los consejos que en materia amorosa le daba
La Abuelita. Por lo que una mañana El Lobo le dijo: "Caperucita,
quiero terminar contigo. Ya no me excita perseguirte por el bosque;
ya no me agrada disfrazarme de abuelita para que tú me digas
tus tonterías de siempre, que si tengo las orejas grandes y esos
colmillos tan filudos, y yo, como un estúpido, responda que son
para oírte, olerte y verte mejor. No, Caperucita, lo nuestro ya
no tiene remedio". Entonces Caperucita, desconcertada por aquella
confesión, se echó a correr tan lejos como pudo pensando en la
clase de mujer que había conquistado el corazón de su amante.
"Es ella, tiene que ser ella", repetía la niña, mientras buscaba
desesperadamente la casa de la anciana. "Abuelita", gritó al fin,
cuando hubo contemplado la figura que yacía en el lecho, "¿cómo
pudiste hacerme esto? tú, la amiga en quien yo más confiaba".
"Lo siento", dijo la otra, "nunca pensé quedar embarazada a mi edad,
y menos de alguien tan poco inteligente e imaginativo. No obstante,
él es un lobo responsable, que no dudó por un minuto en ofrecerme
matrimonio al conocer la noticia. Lo siento, Caperucita, tendrás
que buscarte otro. Después de todo, no es este el único lobo
en el mundo, ¿o no?".

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