Mittwintermorgen
Die längste Nacht durchwacht,
wo der Pfad sich verzweigt,
warte ich auf den Morgen,
dass die Sonne auch mich wendet.
Lese im ersten Licht
die Maserung meines Lebens neu.
Wische mir den Kuss von der Wange
und streife die Blicke ab.
Nehme nicht mehr den Weg
an geknickten Blumen entlang.
Schenke dem Wind Flügel
und singe das Meer in den Schlaf.
© 2006 - zuletzt geändert von septembermond
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