Rauhe Nächte

Rauhe Nächte

Nebel verhängt die Spiegel
des vergangenen Jahres.

Zwielichtige Tage
lassen nur zögernd
die Dunkelheit weichen.

Zwischen Jahren,
zwischen Zeiten
finde ich Ruhe,
die Träume im Seitenflügel meines Lebens
zu besuchen.

Abends dann am Fenster
einen Blick erhaschen
auf die Horde entfesselter Wolken
auf die wilde Jagd
des Windes,
der Unwesen treibt
mit der Hülle des aufgebrauchten Jahres.

Die Nächte spielen um uns,
verlosen Hoffnung und Verzagen.
Jedes Bild mit Bedacht zu lesen,
mit Vorsicht zu nennen.

Im neuen Licht, noch zart
treibe ich die Schemen aus,
Übernächtigte und Verjährte,
räuchere Flure und Sinne frei
für den Geruch von Morgenluft.

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© 2006 - zuletzt geändert von septembermond